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Datum: 23.02.12
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Abteilung Fußball - Spielberichte 11/12 - 1. Männer


|  Auswahl Spielberichte 11/12  |

03.12.11 (KL St. 1 - 13. Spieltag) SV BW Günthersdorf : SVG 2:2 (2:0)

Autor: Michael Böldicke

Nachdem Blau-Weiß Farnstädt in der Vorwoche alle Punkte aus Großgräfendorf entführte, stand mit Blau-Weiß Günthersdorf der zweite Aufstiegsfavorit auf dem Spielplan der SVG.
Im Gegensatz zu den Farnstädtern präsentierten sich die Günthersdorfer von Beginn an als Staffelfavorit und dominierten das Gastteam nach belieben. In der Anfangsviertelstunde konnten sich die Großgräfendorfer kaum befreien und igelten sich mit neun Mann um ihren eigen Sechzehner ein. Diese Taktik klappte allerdings nicht lange, denn als eine Freistoßflanke von rechts am langen Pfosten landete, schliefen die zugeteilten SVG-Mannen, so dass ein dort positionierter Blau-Weißer den Abpraller aus Nahdistanz verwerten konnte – 1:0 (13.). Die Günthersdorfer machten daraufhin alles richtig und zogen ihre Linie weiter durch, scheiterten aber wiederholt am gewohnt starken Schönleiter. Keine Chance hatte der SVG-Schlussmann, nachdem ein Sonntagsschuss als Abschluss einer ansehnlichen Günthersdorfer Kombination zum 2:0 im Torwinkel landete (28.). Trotz des Zwei-Tore-Rückstandes und der offensiven Spielweise der Gastgeber verpuffte das Konterspiel der SVG bereits im Ansatz. Den einzigen gefährlichen Abschluss tätigte Friedemann mit einem Fernschuss knapp über das Tor (44).
Im zweiten Spielabschnitt mussten die Großgräfendorfer zwar weiterhin gegen gut aufgelegte Günthersdorfer ankämpfen, jedoch zumindest hatten sie nun den Wind im Rücken. Die Gäste standen nun defensiv kompakter und nahmen sich ein Beispiel am Ligaprimus Farnstädt, in dem sie in den richtigen Spielszenen das taktische Foul wählten. Dennoch durfte sich Schönleiter in den ersten zehn Minuten nach der Pause gleich drei Mal mit hervorragenden Paraden auszeichnen und somit die Vorentscheidung verhindern. Danach zeigte sich, dass er das Bundesligafreitagsspiel perfekt ausgewertet hatte und adaptierte den zweiten Treffer der Leverkusener perfekt. Nur waren hier anstatt Leno und Sam Schönleiter und Scheffel die Protagonisten – Schönleiter mit langem Abschlag, Scheffel, der mit dem kaltschnäuzigen Abschluss seine Torflaute beendete – 2:1 (56.). Die Günthersdorfer zeigten sich nun ob des überraschenden Anschlusstreffers sichtlich beeindruckt. Die gleiche Variante misslang in der 69. Minute, als Scheffel im Sechzehner knapp verzog. Keine Minute später erkämpfte sich Hepach im Mittelfeld den Ball, nutzte den freien Raum auf rechts außen, um von da maßgerecht auf Krebs zu flanken, der vom Elfmeterpunkt unbedrängt zum Ausgleich einköpfen konnte (70.). Nach ihrem Viertelstundenschlaf erwachten die Günthersdorfer schlagartig und nahmen ihren Sturmlauf aufs SVG-Gehäuse wieder auf, um immer wieder an Schönleiter zu verzweifeln. Nicht einfacher wurde es für die Gäste, als sich Blümel mit gelb-rot aus dem Spiel verabschiedete, nachdem er sich bei seinem Gegenspieler für eine von diesem verübte Tätlichkeit revanchierte (84). Die letzten Minuten bildeten für die in Unterzahl spielenden SVGler nun den Höhepunkt des Defensivkrimis. Nur stand jetzt nicht mehr Schönleiter im Mittelpunkt, sondern Libero Schukies. Dieser wehrte für seinen bereits geschlagenen Torwart einen 13-Meter-Hammer mit der Brust ab und den Nachschuss aus drei Metern mit einer gekonnten Fußabwehr (87.), um somit den Punktgewinn zu sichern.
Die Großgräfendorfer profitierten von ihrer guten Defensivleistung und einer (erstmals in dieser Saison) ausgezeichneten Abschlussquote mit zwei Treffern aus vier Torschüssen. Einmal mehr zeigte sich, dass nicht der Ballbesitz oder die Anzahl der Tormöglichkeiten entscheidend ist, sondern alleinig die geschossenen Tore. Einen schönen Gruß noch an das Günthersdorfer Trainerteam und deren Ersatzspieler, die mal im StGB den §187 nachlesen sollten, bevor sie während und nach dem Spiel die Großgräfendorfer Mannschaft diffamieren. Ein Foulspiel ist unsportlich, gehört aber zum Fußballsport, so etwas nicht! Ein Lob geht dagegen an Schiedsrichter Radike, der, wie schon seine Kollegen Gonschorek und Petzold in den Vorwochen, eine sehr besonnene und abgeklärte Spielleitung an den Tag legte.
SVG: Schönleiter – Grasemann, Schukies, Hepach, Schlotte, Wehde, Böldicke, Friedemann, Blümel, Krebs (89. Bergner), Scheffel

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