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Datum: 23.02.12
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Abteilung Fußball - Spielberichte 11/12 - 2. Männer


|  Auswahl Spielberichte 11/12  |

03.12.11 (3. KK St. 1 - 13. Spieltag) ESV Merseburg II : SVG II 3:1 (1:0)

Autor: Ralph Mennicke

Die vor einer Woche gegen Gatterstädt anwesenden ESV-Spione werden sich bei der heutigen Aufstellung sicherlich die Augen gerieben haben, denn in der Aufstellung befanden sich, aus den unterschiedlichsten Gründen, sieben Änderungen gegenüber der Vorwoche. Und so hätte man vor der Partie schon mit einer Punkteteilung zufrieden sein können. Des Weiteren schaffte es zu diesem Spiel des Tabellenführers gegen den zweiten kein angesetzter Schiedsrichter nach Merseburg. Diese Aussage natürlich nur unter der Vorraussetzung, das man es beim KFV überhaupt geschafft hat, einen Schiedsrichter anzusetzen! Die Aufgabe des Schiedsrichters übernahm nunmehr Sportfreund Ritter vom ESV.
Das Vorhaben wenigstens einen Punkt zu ergattern wurde aber bereits nach 10 (!) Sekunden um einiges schwerer. Direkt nach dem Anstoß folgte ein Rückpass auf Zachäus, der quer auf Wedler legen wollte, dieses jedoch nicht in ausreichender Qualität tat und somit ein Merseburger Angreifer den Ball erlaufen konnte und die Führung erzielen konnte - 1:0 (1.). In der Folgezeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Gastgeber jedoch die leicht bessere Spielanlage aufweisen konnten. Es dauerte dann auch eine halbe Stunde bis sich die nächsten nennenswerten Aktionen entwickelten. Einen Freistoß Wilkes, aus aussichtsreicher halblinker Position, konnte der heimische Keeper jedoch ohne Probleme parieren. Im direkten Gegenzug hatten nun die Gastgeber die Möglichkeit die Führung auszubauen. Aus abseitsverdächtiger Position sorgte eine Mischung aus versuchtem Torschuss bzw. Querpass für Gefahr. Dieser verfehlte jedoch sein Ziel. Eine letzte Möglichkeit vor der Unterbrechung hatte wieder unsere Elf. Nachdem Wedler einen Freistoß direkt aufs Tor zog, konnte der Merseburger Torhüter den Ball nur abklatschen, jedoch spekulierte keiner unserer Angreifer auf eine solche Unsicherheit und diese Chance wurde vertan. Somit ging es mit einem unnötigen Rückstand in die Kabine.
In den ersten Minuten nach der Pause versuchte unsere Mannschaft das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Leider fehlte heute insgesamt die Durchschlagskraft und auch das nötige Glück vor dem Merseburger Gehäuse. Und so konnten die Merseburger nach dem Abwehrfehler zu Beginn, durch eine Standartsituation die Führung ausbauen. In der 65. Minute folgte nach einer Ecke von der rechten Seite ein Kopfball aufs Tor, den Mittag nicht mehr daran hindern konnte ins Tor zu segeln - 2:0. So schien die Partie zu diesem Zeitpunkt entschieden. Richtig spannend hätte es werden können, wenn ein Merseburger das Spielgerät nicht drei Minuten später von der Linie geholt hätte. Knapp fünf Minuten später kam unsere Mannschaft dann doch noch zum Anschlusstreffer. Nachdem Feigl im Merseburger Strafraum regelunkonform zu Fall gebracht wurde, verwandelte Wedler den fälligen Strafstoß sicher - 2:1 (72.). Dies sollte die letzte spielerische Aktion Wedlers gewesen sein. Denn nachdem er im ersten Spielabschnitt einen Merseburger rüde zu Fall gebracht hatte und dafür die gelbe Karte erhalten hatte stellte ihn der Ersatzschiedsrichter wegen wiederholtem Meckern mit der Ampelkarte vom Platz. Auch wenn dies die Mehrzahl der Großgräfendorfer nicht so sah, muss man einsehen das diese Entscheidung, das gesamte Spiel betrachtet, durchaus seine Berechtigung hatte. Der zweite Strafstoß des Spiels brachte nunmehr den endgültigen Spielstand. Verhängt wurde dieser zu Recht, nachdem Zachäus einen Merseburger zu Fall brachte - 3:1 (79.).
Letztendlich fehlte, wie bereits erwähnt, die nötige Durchschlagskraft. Zwar konnte man das Fehlen der Stammkräfte nicht kompensieren, jedoch zeigte man eine achtbare Vorstellung, bei der man sich vor dem Gegner nicht versteckte und alles probierte um das Spiel positiv zu gestalten. Desweiteren ist es falsch Ersatzschiedsrichter Ritter eine Unfairness gegenüber unserer Mannschaft vorzuwerfen. Sicherlich konnte man ihm in einigen Situationen eine gewisse Parteilichkeit vorwerfen, jedoch zeigte er insgesamt eine solide Vorstellung, daher wäre es der falsche Weg ihm eine Schuld an der Niederlage zu geben. Man muss hier einfach anerkennen das die Merseburger einfach vor dem Tor cleverer waren und, siehe erstes Tor, Fehler gnadenlos ausnutzen.
SVG: Mittag – Otto, Wedler, Zachäus Janetzki, D. Brömme (67. Heinicke), Kraneis, Kathe, Wilke, S. Brömme, Feigl

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